Germanen Kurier  

   

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Unsere Vereinsgeschichte


"GERMANE BIN UND WILL ICH SEIN .... "
Dieser bedeutungsvolle Satz wurde einige Jahre nach dem ersten Weltkrieg, von einer kleinen, sich dem Sport verschriebenen Schar, zum Losungswort erhoben. Das Vereinslied ist auch aus diesen Worten entstanden.


Der SV Germania Ripdorf wurde im Jahre 1920  (eigentlich wurde der Verein schon 1919 im "Gasthaus Rühn" bei Mutter Rühne gegründet, aber noch fehlte ihm die Anerkennung, so dass zunächst "wild" gespielt werden musste!)  endlich im Norddeutschen Fußballverband aufgenommen.

Von "Bauer" Jahns wurde ein Stück Ackerland, das etwa den Ausmaßen eines Fußballfeldes entsprach, zur Verfügung gestellt. Jedoch lag dieser Platz noch hinter Alt - Ripdorf, und dies erwies sich als zu weit  außerhalb (fast 4 km), denn der sportliche Mittelpunkt lag mehr in Neu - Ripdorf!

Man verhandelte mit "Bauer" Jahns neu und bekam ein anderes Stück Ackerland pachtweise überlassen,  diesmal jedoch vor Alt - Ripdorf. Die Platzverhältnisse waren jedoch die gleichen, knöcheltiefer Sand mit reichlich Furchen beschert, aber die Entfernung war geringer!

Bereits 1923/24 spielte die damalige erste Herren Mannschaft der Ripdorfer Germanen in der 1 A-Klasse, eine zweite Herren Mannschaft und eine Jugendmannschaft vertraten ebenfalls die schwarz-weißen Farben. Nun stellte sich aber heraus, dass der Sportplatz den damaligen Ansprüchen auf Dauer nicht genügen würde.

Es dauerte aber noch etliche Jahre bis man 1928 ein neun Morgen großes Gelände von der Domäne Oldenstadt pachten konnte und in schweißtreibender Gemeinschaftsarbeit eine Sportplatzanlage erstellte, die seiner Zeit ihresgleichen suchte. Am 9.Juni 1929 wurde das heute noch aktuelle Sportgelände eingeweiht!

Drei Herrenmannschaften und zwei Jugendmannschaften zählte die Fußballabteilung. Ferner gab es eine Leichtathletikabteilung und mehrere Faustballmannschaften. 1931 wurde auf dem Sportgelände auch eine Schiesssportanlage errichtet. Nach dieser, auch durch die neue Platzanlage, beginnenden Blütezeit sollten aber die schwersten Jahre (hohe Arbeitslosigkeit, finanzielle Sorgen und der 2.Weltkrieg) noch folgen.

Im Jahre 1938 beschloss der Vorstand sich mit dem damaligen Reichsbahn Sportverein Sperber Veerßen zusammen zu schließen um den Aktiven weiterhin die Möglichkeit zur Ausübung ihres Sports zu geben. Diese Vereinigung des Reichsbahn Sportvereins und Germanias nannte man liebevoll "Reichsbahn Sportverein, klein aber fein"! Diese Fusion hatte dann aber nur bis zum Jahre 1942 Gültigkeit. Denn nach dem Ausbruch des 2.Weltkrieges mussten die sportlichen Aktivitäten aufgegeben werden.

Aber so wie alles einmal vorüber geht, ging auch dieser Krieg vorüber und wieder fanden sich sportbegeisterte Männer zusammen, die ohne ihren Fußball nicht leben konnten. Allerdings dauerte es noch zwei Jahre nach Kriegsende bis zur Neugründung, denn von 1945 bis 1946 belegten noch die "englischen Besatzer" das Sportgelände und anschließend machte sich ein anderer Uelzener Verein (SC 09) dort "breit". Einige Vereine rings um Ripdorf hatten zu dieser Zeit den Spielbetrieb schon wieder aufgenommen.

1946 wurde die "Sportvereinigung Germania Ripdorf" dann endlich wieder ins Leben gerufen. Im Sommer ging es dann mit Pferd und Wagen Richtung Oetzen, um dort das erste Pflichtspiel nach dem Krieg auszutragen.

Nach einigen Schwierigkeiten (u. a. die Aufnahme in den Verband und der Mangel an Sportkleidung und Geräten, auch der Sportplatz befand sich mittlerweile wie schon erwähnt in Händen eines anderen Vereins), die überwunden werden mussten, kehrte der Sportplatz im Jahre 1948 zur SV Germania Ripdorf zurück. Zu dem Platz, den man vor 28 Jahren in mühevoller Arbeit erst zu einem Sportplatz gemacht hatte!

Hierfür ist wohl dem kurz darauf verstorbenen, damaligen Schriftführer, Erich Rathkamp ein besonderer Dank auszusprechen!

In der Zwischenzeit hatte der Verein geradezu einen verblüffenden Aufstieg genommen. Zur 1.Herrenmannschaft waren zwei weitere Herrenmannschaften hinzugekommen. Die Jugendabteilung umfasste bereits vier Jugendmannschaften. Auch wurde 1948 eine Damen - Handballmannschaft gegründet, die allerdings wegen Mangel an Spielerinnen 1950 wieder aufgelöst wurde.

Die I - Herrenmannschaft hatte sich sofort für die A-Klasse qualifiziert und schaffte bereits im ersten Spieljahr das beinahe Unmögliche und wurde Kreismeister. Diese I - Herren konnte sich dann nach drei Ausscheidungsspielen gegen den schärfsten Rivalen TuS Bodenteich (im dritten Spiel kurz vor Ende der zweiten Verlängerung durch ein Tor von "Zippi" Bock) durchsetzten und in die damalige Bezirksklasse aufsteigen.

Hier ging es in den nächsten Jahren auf und ab bis man im Spieljahr 1955/56 aus der damaligen Bezirksliga wieder in die A-Klasse absteigen musste.
Nach vier harten Jahren in der A-Klasse schaffte die I. Herrenmannschaft 1959/60 und somit im 40.Jubiläumsjahr wieder den Aufstieg in die Bezirksliga.

Was nun folgte war ein Auf und Ab, man pendelte zwischen Bezirksliga, Bezirksklasse, Kreisliga und sogar der 1.Kreisklasse!

In der Zeit von 1953 bis 1974, als 2.Vorsitzender und von 1974 bis 1984 als 1.Vorsitzender war Hermann Hillmer  der "Macher" des Vereins. In diese Zeit von 1980 bis 1982 fiel dann auch der Bau des eigenen neuen Vereinsheims am Sportplatz
 Horst Siemens übernahm den Verein dann von 1984 bis 1993.

Der Kontinuierliche Aufstieg der "Ripdorfer Germanen"

Von der Nr.15 bis zur Nr. 3 in der Kreisinternen Rangliste des Fußballs (1989/90 bis 2001/02)

Es ist bestimmt nichts sensationelles, wenn ein Verein , der 1989/90 noch in der 1.Kreisklasse beheimatet war, es zum Tabellenvierter der Bezirksliga-Ost geschafft hat, werden jetzt viele denken!

Doch bei dem SV Germania Ripdorf ist es etwas anders, denn hier wird  - "ohne Kohle für Spieler"  - dafür aber mit viel Enthusiasmus vieler Ripdorfer Mitglieder und der "Germanen Runde" ( Fan -und Freundeskreis ) gearbeitet. Kameradschaft, Geselligkeit und der sportlicher Ehrgeiz, das ist die Triebfeder jedes einzelnen.

Als der Ripdorfer Obmann "Hammer" Schmitz nach dem Abstieg in die Kreisliga, zur neuen Saison 1994/95 Hartmut Kolatte (vorher FCO und SV Teutonia Uelzen) als Trainer gewinnen konnte, stellte sich schon nach kurzer Zeit der Erfolg ein. Gleich im ersten Jahr schafften die Mannen (Engel, Hatt, und Co) um Trainer Kolatte das begehrte "Double" - Kreismeisterschaft und Kreispokalsieg - und den damit verbundenen sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksklasse.

Während andere Vereine (heute bereuen es einige!) immer mehr Geld für Spieler ausgaben um sich vielleicht kurzfristige Erfolge zu sichern, baute der SV Germania Ripdorf auf die eigene Jugend und auf Kontinuität. Man wollte auch weg vom Image der "Fahrstuhlmannschaft" und eine feste Größe im Kreisfußball werden.

Nach einen "Schnupperjahr" in der Saison 1995/96 als Tabellenelfter der Bezirksklasse stiegen die Ripdorfer  1996/97 in die Bezirksliga auf. Alle dachten dies sei ein  "Betriebsunfall", aber weit gefehlt!

Die Ripdorfer steigerten sich kontinuierlich, nicht nur in der Tabelle sondern auch in der Kreisinternen Rangliste bis zur damaligen Nr.3. Nur der TuS Bodenteich und SV Teutonia Uelzen (beide Niedersachsenliga) standen da noch vor den Ripdorfern!

Ein ganz besonderes Highlight fand dann im Jahre 2000 statt! Zum 80 jährigen Jubiläum spielte die I-Herren gegen den Bundesligisten FC Hansa Rostock. 1600 zahlende Zuschauer sahen einen 9:0 Sieg der Hanseaten über tapfer kämpfende Ripdorfer Germanen.

Die Zuschauer Resonanz war auch erstaunlich, denn 1600 Leute muss man hier im Kreis Uelzen erst einmal dazu bewegen zu einem Fußballspiel zu kommen. Aber keiner wird es bereut haben, denn die gesamte Organisation der "Ripdorfer Crew"  war sehr professionell.

Man konnte positiv in die Zukunft schauen, zumal auch die erfahrene II- Mannschaft der Ripdorfer Germanen  2001/02 den Kreisligaaufstieg schafften und auch den Kreispokal gewannen! Fußballtechnisch hatte Ripdorf also was zu bieten!
Doch die Erwartungen für die nächsten Jahre konnten nicht erfüllt werden.

Durch vereinsinterne Querelen, gab es eine bedrückende Stimmung im Verein.
So musste die I-Herren nach immerhin sechs Bezirksligajahren den Abstieg  2002/03 in Kauf nehmen. Der Verein verlor darüber hinaus durch diese Misere auch seine fast komplette Damenmannschaft.
Zur Saison 2003/04 konnte, auch durch die Rückkehr der Trainerin Liane Büker,  wieder eine Damenmannschaft gemeldet werden.
Durch die DFB Liga-Reform (die 2004 begann), u.a. wurden die zwei Regionalligen zu einer 3. Profiliga und Wegfall aller Bezirksklassen,  befand sich das Team der I-Herren  in den beiden Jahren immer nah an der Abstiegszone der Bezirksklasse (je Saison 6 bis 7 Absteiger!).

In zwei an Dramatik nicht zu überbietenden Relegationsspielen, schaffte die Mannschaft um den scheidenden Trainer Hartmut Kolatte in der Saison 2004/05 den nicht mehr  für möglich gehaltenen Klassenerhalt.

Nachdem in 2005/06 mit Mühe der Klassenerhalt und der Aufstieg zur neuen Bezirksliga gelang, reichte es in der Saison 2006/07 nicht mehr und der Abstieg war die Folge. So konnte am Ende der Saison zwar noch die Relegationsrunde erreicht werden, aber durch eine unnötige 4:5 (0:0) n. E. erlittene Niederlage gegen MTV Treubund Lüneburg II, der Abstieg nach 13 Jahren im Bezirk, in die Kreisliga nicht mehr verhindert werden!

Auch in den beiden folgenden Saisons  2007/08 und 2008/09 gelang den Germanen jeweils ein 2.Platz in der Kreisliga (unter Trainer Holger Meyer) und damit die Relegation. Doch man unterlag auch diese beiden Finals gegen MTV Treubund Lüneburg II (0:4 und 2:3 (2:2) n. V.)).

Das absolute Kuriosum am Rande sind nicht die Niederlagen an sich, sondern:

In drei Jahren - drei Endspiele - drei Niederlagen und das immer gegen den gleichen Gegner!

Nach dem verpassten Aufstieg, übernahm Carsten Behnke die Mannschaft. Einige Leistungsträger verließen den Verein, dafür wurde die Mannschaften mit jungen Leuten aufgefüllt. Die Mannschaft spielte um den Klassenerhalt. Nach der Winterpause trat der Trainer Carsten Behnke zurück und Hans Walter Russu übernahm die Mannschaft. Die Klasse konnte in der Saison 09/10 und in der darauffolgende Saison 10/11 gehalten werden. Leider verließen uns wieder eine handvoll Leistungsträger.

Zur aktuellen Saison 11/12 konnte Hans-Jürgen Räder als Trainer gewonnen werden. Durch den Verlust der Leistungsträger ist das Saisonziel wieder Klassenerhalt. 

Eines steht aber fest und hat auch bis zum heutigen Tage noch Gültigkeit!

Beim SV Germania Ripdorf gab und gibt es Meisterschaften und Abstiege aller spielenden Mannschaften, Freude und Tränen über sportliche Leistungen, Kameradschaft und Geselligkeit, eigentlich alles was den Sport so interessant und schön macht!
 

   

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